In Boruto Two Blue Vortex zeichnet sich eine Zäsur ab, mit der vor wenigen Jahren kaum jemand gerechnet hätte: Naruto Uzumaki und Sasuke Uchiha stehen zwar vor einer Rückkehr in die Handlung, doch alles deutet darauf hin, dass diese Rückkehr gleichzeitig ihr endgültiger Abschied als aktive Shinobi wird. Nach rund zehn Jahren Boruto ist damit klarer denn je, was die Serie längst vorantreibt: Die neue Generation übernimmt nicht nur das Rampenlicht, sondern auch die Rollen, die einst unantastbar wirkten.
Seit dem Start von Two Blue Vortex hat das Manga-Sequel den Staffelstab konsequenter weitergereicht. Und genau deshalb wirkt die mögliche Wiederkehr der beiden Ikonen nicht wie ein Comeback für den nächsten großen Bosskampf, sondern eher wie ein erzählerischer Schlusspunkt für die Ära, die mit Naruto begonnen hat.
Der neue Handlungsbogen bringt Bewegung in die Rückkehr
Welche neuen Entwicklungen führen Naruto und Sasuke wieder in die Story? Mit Kapitel 35, das am 18. Juni 2026 erschienen ist, beginnt offiziell ein neuer Handlungsbogen nach dem Mamushi-Abschnitt. Der Fokus rückt dabei auf Hidari, einen der gefährlichsten Shinju, der in der Hierarchie nur Jura nachsteht. Genau dieser Konflikt dient als direkte Rampe für Sasukes Befreiung.
Der aktuelle Plan setzt auf ein riskantes Manöver: Sarada Uchiha soll sich gefangen nehmen lassen, um so den Aufenthaltsort der Shinju zu erreichen. Dort wollen Boruto und Sarada Hidari stellen, die Thorn Soul Bulb erbeuten und damit Sasuke aus dem Baum befreien, in dem er seit den Enthüllungen aus Kapitel 4 vom 20. November 2023 feststeckt.
Boruto: Sarada, ich will, dass du dich von ihnen schnappen lässt. Er bringt dich vermutlich direkt zu ihrer Basis. Aber keine Sorge: Mit den Zeichen, die ich dir gegeben habe, komme ich sofort zu dir.
Wenn Sasuke auf diese Weise zurückkehrt, liegt der nächste Schritt nahe: Auch Naruto Uzumaki könnte danach wieder auftauchen, denn er muss aus der Dimension von Daikokuten entsiegelt werden. Damit würden beide Legenden nach mehr als vier Jahren Abwesenheit wieder aktiv ins Geschehen rutschen, zumindest für einen Moment.
Das Ende der alten Superkräfte ist längst besiegelt
Warum würden Naruto und Sasuke heute nicht mehr als dominante Frontkämpfer funktionieren? Two Blue Vortex hat zwar spürbar frischen Wind, doch die Basis ist gesetzt: Naruto und Sasuke sind nicht mehr die übermächtigen Ausnahmekämpfer, die wir aus Naruto kennen. Bereits in frühen Boruto-Kapiteln und später in den Kämpfen gegen Jigen und Isshiki zeigte sich, dass beide gezielt zurückgestuft wurden, sei es durch verlorene Fähigkeiten oder durch Story-Entscheidungen, die sie aus dem Zentrum der Action drängen.
Besonders einschneidend waren zwei Momente, die den Ton endgültig vorgaben: Sasuke verlor sein Rinnegan in Kapitel 52 am 20. November 2020. Naruto verlor Kurama in Kapitel 55 am 19. Februar 2021. Das waren nicht nur Power-Downs, sondern klare Marker dafür, dass die Serie ihre Machtbalance dauerhaft verschiebt.
Kurama: Du hast keine übermenschliche Stärke mehr. Wenn du es übertreibst, wirst du mir schneller folgen, als dir lieb ist. Der Preis für den Baryon-Modus ist mein Leben, nicht deins.
Selbst wenn Naruto und Sasuke zurückkehren, wirkt es daher unwahrscheinlich, dass sie noch einmal als Hauptlösung für das nächste große Problem herhalten. Stattdessen passt ihre Rückkehr eher zu einem Übergang, in dem sie die Bühne endgültig freimachen.
Die Rollen sind bereits an die nächste Generation vergeben
Welche Figuren übernehmen in Two Blue Vortex die Plätze von Naruto und Sasuke? Der Manga hat die Nachfolge nicht nur thematisch, sondern auch strukturell vorbereitet. Konohagakure verfügt bereits über einen kommissarischen achten Hokage, eingeführt in Kapitel vom 19. August 2023. Bis Naruto überhaupt realistisch zurück im Dorf ist, könnte längst eine dauerhafte Lösung stehen, als heißer Kandidat gilt dabei Konohamaru Sarutobi.
Parallel dazu hat Boruto Uzumaki in der Dynamik der Geschichte immer mehr die Funktion übernommen, die früher Sasuke hatte: der starke, strategische Außenseiter mit einem Blick auf die größere Bedrohung. Das macht Sasuke als aktiven Treiber der Hauptstory weniger notwendig, selbst dann, wenn er wieder frei ist.
Sasuke Uchiha: Egal in welchem Zeitalter, die Seele eines Shinobi bleibt dieselbe.
Genau deshalb fühlt sich der aktuelle Kurs wie ein offizielles Auslaufen an: Naruto muss nicht zurück ins Hokage-Büro, um als Symbol zu dienen. Sasuke muss nicht erneut sein Leben riskieren, nur um die nächste Generation im richtigen Moment zu retten. Two Blue Vortex wirkt so, als wolle es beide Figuren eher in einen ruhigen, würdigen Status überführen, ähnlich wie es bei Kakashi schon lange funktioniert.
Was das für die Zukunft von Boruto bedeutet
Wie könnte die Serie Naruto und Sasuke zurückbringen, ohne ihre Legenden zu beschädigen? Der spannendste Ansatz wäre ein Comeback, das nicht auf reines Powerscaling setzt, sondern auf Konsequenzen und Übergabe. Eine Rückkehr kann emotional stark sein, selbst wenn sie nicht in einem neuen ultimativen Transformationsmoment endet. Wenn Sasuke befreit wird und Naruto entsiegelt zurückkommt, könnte das der Moment sein, in dem beide bewusst den Schritt zurück machen und der Nachwuchs endgültig ohne Netz spielt.
Für die Story eröffnet das gleich mehrere Vorteile: Die Shinju-Bedrohung bleibt ernst, Boruto und Sarada können als Hauptachsen wachsen, und Naruto sowie Sasuke behalten ihre Würde, weil sie nicht erneut als Hype-Generator in Kämpfe geworfen werden, in denen sie am Ende doch wieder aus dem Plot entfernt werden müssten.
Wie seht ihr das: Wollt ihr Naruto und Sasuke noch einmal als aktive Kämpfer an vorderster Front erleben, oder wäre ein klarer Ruhestand als Shinobi der beste Weg, um ihre Legenden zu schützen? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Wo kann ich den Anime Boruto in Deutschland schauen? Boruto: Naruto Next Generations ist in Deutschland aktuell bei Crunchyroll im Streaming verfügbar. Viel Spaß beim Weiterbingen!


