Ein Veteran aus der Hochphase von Weekly Shonen Jump sorgt gerade für Diskussionsstoff in der Anime-Community: Kazuhiko Torishima, der legendäre Redakteur, der Akira Toriyama früh entdeckte und lange als prägender Editor an Dragon Ball mitwirkte, hat in einem aktuellen Interview deutlich gemacht, wie er auf Naruto zurückblickt. Seine Kernthese ist ein harter Schnitt, der Fans sofort triggern dürfte: Für ihn war der Pain-Arc die letzte wirklich gute Saga der Reihe.
Torishima lobte Naruto demnach zwar ausdrücklich für einen starken Start, zeigte sich aber vom späteren Verlauf deutlich weniger überzeugt. Gerade weil seine Stimme als langjähriger Jump-Macher Gewicht hat, schlägt die Aussage jetzt Wellen. Denn der Pain-Arc gilt ohnehin für viele als einer der emotionalen und thematischen Höhepunkte von Naruto Shippuden.
Torishimas Urteil zum Naruto-Verlauf
Welche Aussage sorgt jetzt für Streit unter Naruto-Fans? Torishima ordnet Naruto klar ein: Der Anfang sei sehr gut, aber nach dem Pain-Arc habe die Serie für ihn spürbar nachgelassen.
Der Pain-Arc war der letzte gute Handlungsbogen.
Eine ausführliche Begründung lieferte er dabei nicht, aber die Einordnung trifft einen Nerv. Der Pain-Arc wird häufig als Punkt gesehen, an dem sich viele zentrale Themen bündeln: Narutos Ideale, der Preis von Gewalt und die Frage, ob ein Kreislauf aus Hass überhaupt zu durchbrechen ist. Dass ausgerechnet ein Editor aus der klassischen Shonen-Jump-Ära diesen Arc als Endmarke setzt, gibt der Debatte zusätzlichen Zündstoff.
Warum der Pain-Arc als Höhepunkt gilt
Warum funktioniert der Pain-Arc für viele als perfekter Kulminationspunkt? Die Saga schließt die bis dahin aufgebaute Bedrohung durch die Akatsuki in einer Wucht ab, die sich über Jahre angekündigt hatte. Narutos Konfrontation mit Pain wirkt nicht nur wie ein Bosskampf, sondern wie ein ideologisches Duell, in dem einfache Antworten bewusst verweigert werden.
Dazu kommen Momente, die sich bei Fans eingebrannt haben: der Angriff auf Konohagakure, die Eskalation der Kämpfe und die emotionale Fallhöhe durch Verluste und Opfer. Der Arc fühlt sich wie ein Abschluss an, der sowohl Action als auch Drama auf einem Niveau liefert, das später nur schwer zu übertreffen ist.
Genau an diesem Punkt setzt Torishimas indirekte Kritik an: Nach diesem Peak wirkten spätere Entwicklungen für viele Zuschauer weniger geerdet, teilweise zu stark ausgeweitet oder tonal verschoben. In Fan-Diskussionen fällt in diesem Zusammenhang häufig der Vorwurf, die Geschichte verliere sich irgendwann in immer größeren Enthüllungen und einer Überhöhung der Konflikte.
Die Idee hinter Kakashis Tod
Was wollte Torishima im Pain-Arc anders sehen? Besonders konkret wurde er bei einer Figur: Er hätte sich gewünscht, dass Kakashis Tod dauerhaft bleibt. Im Pain-Arc geht Kakashi im Kampf an seine Grenzen, verbraucht sein gesamtes Chakra und stirbt dabei, während er andere schützt.
Torishimas Gedanke dahinter ist klar nachvollziehbar: Ein permanenter Tod hätte die Stakes drastisch erhöht und das Gefühl verstärkt, dass wirklich jeder fallen kann. Für viele Fans liegt genau hier ein Knackpunkt, weil Kakashis spätere Rückkehr rückblickend die Tragik des Moments abschwächt und die Wahrnehmung von Plot-Armor bei zentralen Figuren verstärkt.
Torishimas radikaler Vorschlag zu Sasuke
Welche drastische Änderung hätte Naruto komplett umgedeutet? Torishima sagte außerdem, er hätte Sasuke sterben lassen. Das wäre ein massiver Eingriff in die Kernthemen der Serie gewesen, denn Narutos Weg ist über weite Strecken eng mit dem Versuch verknüpft, Sasuke zurückzuholen und ihn nicht aufzugeben.
Ein endgültiger Tod hätte die Geschichte deutlich bitterer gemacht und Narutos Weltbild härter auf die Probe gestellt. Gleichzeitig hätte genau das den Schmerz und die Konsequenzen von Entscheidungen in den Vordergrund gerückt, also jene kompromisslose Schwere, die viele am Pain-Arc so feiern.
Wie seht ihr Torishimas Aussagen: War der Pain-Arc wirklich der letzte richtig starke Naruto-Arc, oder haben euch spätere Handlungsbögen genauso überzeugt? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Wo kann ich den Anime Naruto in Deutschland schauen? Aktuell ist Naruto in Deutschland unter anderem bei Crunchyroll, Netflix und Prime Video verfügbar (je nach Staffel/Version und Lizenzstand). Viel Spaß beim Streamen und ab ins Ninja-Abenteuer!



