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Dragon Ball – Sechs Charaktere, deren Ende Fans als unfair kritisieren

Ein neuer Diskussionsbeitrag aus der Dragon-Ball-Community sorgt aktuell für ordentlich Gesprächsstoff: Sechs Figuren, die viele Fans bis heute als verschenktes Potenzial sehen, stehen im Mittelpunkt. Kritisiert wird vor allem, dass Dragon Ball Z und Dragon Ball Super einigen wichtigen Charakteren ein Ende geben, das sich entweder zu klein anfühlt, ihre Entwicklung zurückdreht oder sie schlicht aus dem Rampenlicht drängt.

Während Son Goku mit dem Aufbruch an die Seite von Uub noch einen Abschluss bekommt, der zu seiner Rolle als ewiger Kämpfer und Lehrer passt, wirken die Schlussstriche bei anderen deutlich rauer. Besonders hart trifft es Figuren, die früher tragende Säulen waren, später aber kaum noch erzählerisches Gewicht haben.

Die größten Verlierer im Rampenlicht

Welche Figuren werden als besonders unfair behandelt? Ganz oben auf der Liste steht Yamchu, der in der frühen Serie noch als ernstzunehmender Rivale eingeführt wurde und sogar Son Goku besiegen konnte. Spätestens nach seinem Tod im Kampf gegen einen Saibaimann kippt jedoch sein Status: Im späteren Verlauf bleibt er meist Staffage, verliert an Bedeutung und wird in Dragon Ball Super zudem bei großen Ereignissen spürbar außen vor gelassen.

Auch Son Goten gilt vielen als Paradebeispiel dafür, wie schnell Potenzial verpuffen kann. Als einer der jüngsten Super-Saiyajin überhaupt eingeführt, rutscht er am Ende von Dragon Ball Z mehr in die Rolle des Gag-Charakters. Seine wichtigsten Momente hängen fast komplett an der Fusion zu Gotenks, und selbst danach bleibt für ihn kaum nachhaltige Entwicklung übrig.

Videl wiederum steht stellvertretend für ein Problem, das Fans immer wieder ansprechen: starke Ansätze bei weiblichen Figuren, die später in ein reines Familienrollenbild gedrückt werden. Sie startet als harte, ambitionierte Kämpferin und ernstzunehmende Martial-Artistin, zieht sich nach ihrer brutalen Niederlage aber aus dem aktiven Kampfgeschehen zurück und spielt anschließend in Dragon Ball Z vor allem als Partnerin von Son Gohan und Mutter von Pan eine Rolle.

Wenn Helden zu Nebenfiguren werden

Warum enttäuscht die Entwicklung bei Piccolo und Son Gohan so viele Fans? Piccolo war lange Zeit einer der wichtigsten Z-Kämpfer, taktisch klug, kampfstark und erzählerisch zentral, gerade seit seiner Verbindung zu Son Gohan. In der Boo-Saga verliert er jedoch immer mehr Anschluss an das Tempo der Saiyajin-Transformationen und wird am Ende häufig auf die Rolle des Aufpassers und Kommentators reduziert, auch wenn er dabei seinen Stolz und seine Präsenz nie ganz verliert.

Noch schmerzhafter ist für viele das Ende von Son Gohan. Dragon Ball Z baut ihn über mehrere Arcs hinweg als mögliche Nachfolgefigur für Son Goku auf, bis hin zu seinem Höhepunkt in den Cell-Spielen. Danach wird diese Idee aber wieder zurückgenommen: In der Boo-Saga gerät er trotz freigeschaltetem Potenzial schnell ins Hintertreffen, bekommt nach dem Duell mit Super-Boo kaum noch entscheidende Momente und endet eher als Gelehrter denn als Held im Zentrum des Geschehens.

In Dragon Ball Super wird dieser Eindruck zusätzlich verstärkt, weil immer wieder betont wird, dass Gohan Trainingsphasen auslässt und dadurch an Kampfstärke einbüßt. Für Fans, die ihn einmal als Zukunft der Reihe gesehen haben, fühlt sich das wie ein Rückschritt an, selbst wenn seine zivile Lebensentscheidung grundsätzlich zu seiner Figur passt.

Das bitterste Schicksal in Dragon Ball Super

Welche Wendung sorgt beim Zukunfts-Trunks für die meiste Kritik? Als besonders grausam wird häufig das Schicksal von Zukunfts-Trunks bewertet. In Dragon Ball Z bekommt er nach Jahren des Leids einen emotionalen, runden Abschluss: Er kehrt in seine Zeitlinie zurück, besiegt die Androiden und räumt auch die Bedrohung durch Cell aus dem Weg. Es ist ein seltenes Gefühl von Erlösung, das seine Geschichte belohnt.

Dragon Ball Super dreht diese Erleichterung jedoch radikal um. Seine Zukunft wird erneut verwüstet, persönliche Verluste treffen ihn direkt, und trotz aller Bemühungen bleibt am Ende kein klassischer Wiederaufbau. Stattdessen wird die gesamte Zeitlinie ausgelöscht, und Trunks wird in eine alternative Realität geschickt, in der es ihn gewissermaßen bereits gibt. Für viele Fans ist das kein bittersüßes Ende mehr, sondern ein Bruch mit dem Versprechen, das Dragon Ball Z ihm einst gegeben hat.

Die komplette Liste im Überblick

Welche sechs Dragon-Ball-Charaktere stehen im Fokus der Diskussion? Die Auswahl nennt diese Figuren, denen ein besseres Ende gewünscht wird:

  1. Yamchu
  2. Son Goten
  3. Videl
  4. Piccolo
  5. Son Gohan
  6. Zukunfts-Trunks

Wie seht ihr das: Welche dieser Figuren hätte eurer Meinung nach ein anderes, würdigeres Ende verdient, und bei wem findet ihr den Abschluss eigentlich genau richtig? Schreibt es gerne in die Kommentare.

Wo kann ich den Anime Dragon Ball in Deutschland schauen? Aktuell ist Dragon Ball in Deutschland je nach Staffel, Edition und Verfügbarkeit unter anderem bei Crunchyroll sowie zum digitalen Kauf oder Verleih bei Amazon Prime Video, Apple TV und Google Play verfügbar. Viel Spaß beim Streamen und ab ins nächste Kamehameha-Marathon-Wochenende!

Alfred R.

Alfred ist ein großer Fan von Tokyo Ghoul. Manchmal denkt er selbst, er wäre ein Ghoul. Nur um später wieder festzustellen, dass er ja eigentlich von der Schreib-Schreib-Frucht gegessen hat. Aber das ist auch viel besser so, da er immerhin gute Artikel für AnimeUp schreiben kann.

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