In der Dragon-Ball-Community sorgt derzeit ein neuer Diskussionspunkt für Gesprächsstoff: Ist Vegeta in Dragon Ball Super längst mehr als nur der ewige Rivale von Son-Goku? Eine aktuelle Einordnung sammelt fünf Argumente, die den Prinzen der Saiyajin als eigentlichen Mittelpunkt der Serie darstellen und genau diese Punkte treffen einen Nerv, weil Dragon Ball Super Vegeta so konsequent wie selten zuvor ins Rampenlicht stellt.
Bemerkenswert ist dabei vor allem der Perspektivwechsel: Während Son-Goku seit Dragon Ball und Dragon Ball Z seine große Lebensreise vom Kind bis zum Großvater bereits komplett durchlaufen hat, wirkt Vegetas Weg in Super wie eine fortlaufende Hauptfiguren-Story. Das zeigt sich nicht nur in Kämpfen und neuen Formen, sondern auch in seiner Motivation, Verantwortung zu übernehmen und Fehler aktiv wiedergutzumachen.
Mehr Entwicklung statt Stillstand
Warum wirkt Vegeta in Dragon Ball Super reifer als Son-Goku? Ein zentrales Argument ist Vegetas deutlich sichtbare Charakterentwicklung. Son-Goku hat in früheren Serienabschnitten bereits sein Fundament gefunden: Er will stärker werden, sich messen, Grenzen sprengen. In Super wird das vor allem über Training und das Verfeinern von Ultra Instinkt weitergeführt, aber emotional bleibt er vergleichsweise konstant.
Vegeta hingegen verändert sich in Super immer wieder spürbar. Er legt seinen Stolz häufiger beiseite, übernimmt Verantwortung und handelt nicht nur aus Rivalität heraus. Beispiele dafür sind seine Rolle als Mentor für Cabba, sein Einsatz für seinen Sohn Trunks, als dessen Zukunft erneut bedroht ist, und sein Versuch, auf Neu-Namek für frühere Taten zu büßen. Dazu kommt, dass Vegeta sich selbst mitverantwortlich fühlt, wenn es um Schicksale wie das von Broly oder später Granolah geht.
Auch sein Training schlägt eine neue Richtung ein: Statt nur Son-Goku hinterherzujagen, sucht Vegeta bewusst einen eigenen Weg und lässt sich von Bills als angehendem Zerstörer ausbilden. Diese Abzweigung weg vom reinen Wettkampf hin zu einer persönlichen Mission wirkt wie klassisches Hauptfigurentempo.
Der Kämpfer im Mittelpunkt der Action
Welche Rolle spielen Vegetas Kämpfe für den Fokus der Serie? Dragon Ball Super verteilt die großen Kämpfe auffällig oft zugunsten Vegetas, vor allem in Turnier-Arcs. Im Turnier der Zerstörer bestreitet Vegeta den Großteil der Duelle gegen Team Universum 6 und schaltet mehrere Gegner selbst aus. In der Manga-Version wird zudem betont, dass er gegen Hit vor allem wegen seines Energieverbrauchs ins Hintertreffen gerät.
Auch im Turnier der Kraft fällt auf, dass Vegeta häufiger aktiv Gegner aus dem Ring befördert, während Son-Goku stärker auf das große Ziel Jiren ausgerichtet ist. In weiteren Handlungsabschnitten erhält Vegeta ebenfalls mehr direkte Konfrontationen, etwa gegen Schwarz und in Teilen auch in späteren Arcs, selbst wenn manche Sagas wieder stärker Son-Goku pushen.
Neue Formen und ein eigenes Saiyajin-Statement
Wie wichtig ist Vegetas Super-Saiyajin-Gott-Moment ohne Ritual? Ein weiterer Punkt, der Vegetas Sonderstellung unterstreicht, ist sein Zugang zu Super-Saiyajin Gott ohne das bekannte Gott-Ritual. Während Son-Goku diese Form zunächst nur durch die gebündelte Energie anderer Saiyajin erreicht, soll Vegeta sie sich im Zeitraum danach aus eigener Kraft erarbeitet haben.
Dass Vegeta diese Stufe später vergleichsweise beiläufig zeigt, macht das Detail eher noch größer: Es wirkt wie ein stilles Leistungszeichen, das seinen Talentstatus auf Augenhöhe mit Son-Goku zementiert. In der Logik von Dragon Ball ist das genau die Art Durchbruch, die man traditionell eher dem Protagonisten zuschreibt.
Persönliche Verbindungen zu fast jedem Arc
Warum passt Vegeta emotional besser zu den großen Story-Arcs? Viele Konflikte in Dragon Ball Super treffen Vegeta persönlicher als Son-Goku. Bei Bills ist es Vegeta, der die Gefahr realistisch einschätzt und alles daran setzt, die Situation zu entschärfen. Bei Freezer ist Vegeta nicht nur Gegner, sondern Opfer einer Vergangenheit als Unterdrückter, dem ein ganzes Leben gestohlen wurde.
Im Universum-6-Arc entsteht eine Mentor-Schüler-Beziehung zu Cabba, im Handlungsstrang um Schwarz treibt Vegeta vor allem der Wunsch an, Trunks zu helfen. In der Universum-Überleben-Saga kämpft er explizit für Bulma, Trunks und seine Tochter Bra. Später, beim Moro-Konflikt, ist es wieder Vegetas Schuldgefühl gegenüber den Namekianern, das ihn motiviert. Und in der Granolah-Geschichte hat Vegeta eine direktere Verbindung zur Saiyajin-Vergangenheit und den historischen Verbrechen, was dem Arc eine andere emotionale Schärfe gibt als bei Son-Goku.
Der symbolische Sieg über Son-Goku
Hat Vegeta Son-Goku in Dragon Ball Super endgültig überholt? Das vielleicht stärkste Signal ist ein spürbar fairer Sieg Vegetas über Son-Goku am Ende von Dragon Ball Super: Super Hero. Der entscheidende Punkt: Beide kämpfen ohne Transformationen, also ohne Form-Vorteile, sondern über Technik, Timing und Durchhaltevermögen. Vegeta setzt den letzten Treffer und gewinnt knapp.
Zusätzlich steht mit Ultra Ego eine Form im Raum, die in ihrer Ausrichtung und Stärke als Gegenpol zu Ultra Instinkt gelesen werden kann, mit dem Potenzial, Son-Gokus Niveau nicht nur zu erreichen, sondern zeitweise zu übertreffen. Unterm Strich wirkt es so, als hätte Vegeta seinen Rivalitätsbogen nicht nur weitergeschrieben, sondern an einem wichtigen Punkt abgeschlossen.
Wie seht ihr das: Ist Vegeta in Dragon Ball Super für euch tatsächlich näher an der Hauptrolle als Son-Goku, oder bleibt Son-Goku trotz allem das unangefochtene Zentrum der Serie? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.
Wo kann ich den Anime Dragon Ball in Deutschland schauen? Aktuell ist Dragon Ball in Deutschland je nach Staffel und Verfügbarkeit unter anderem bei Crunchyroll sowie im digitalen Kauf- und Leihangebot über Plattformen wie Amazon Prime Video (Store), Apple TV und Google TV zu finden. Viel Spaß beim Streamen und ab ins nächste Abenteuer!


