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Jujutsu Kaisen vs My Hero Academia – 8 Arcs, die Fans als härter sehen

Ein neuer Vergleich aus der Anime-Community sorgt gerade für Gesprächsstoff: Acht Story-Arcs aus Jujutsu Kaisen sollen in Sachen Härte, Konsequenz und erzählerischer Wucht alles übertreffen, was My Hero Academia bisher auf die Beine gestellt hat. Im Kern geht es dabei weniger um die Frage, welche Serie beliebter ist, sondern um zwei völlig unterschiedliche Grundhaltungen: Hier die optimistische Heldenschule mit Plus-Ultra-Mentalität, dort eine Welt, in der Flüche und Machtpolitik jede Sicherung durchbrennen lassen.

Der Fokus liegt auf Arcs, die klassische Shonen-Tropen bewusst aushebeln: Turnier-Setups, die plötzlich zu Mordaufträgen werden, Prequel-Kapitel, die Heldenmythen in Tragödien verwandeln, und Schlachten, in denen Strategie und Regelwerk wichtiger sind als ein spontanes Power-up. Hier sind die acht genannten Jujutsu-Kaisen-Arcs und was sie im Vergleich zu My Hero Academia so extrem wirken lässt.

Fearsome-Womb-Arc

Was macht diesen Arc so kompromisslos? Gleich zu Beginn nimmt Jujutsu Kaisen dem Publikum das Gefühl von Sicherheit, das viele Shonen-Serien ihren Hauptfiguren geben. Die Geschichte etabliert früh, dass selbst der Protagonist nicht automatisch geschützt ist, wenn die Lage eskaliert.

Besonders prägend ist dabei die Rolle von Sukuna: Sein Auftauchen funktioniert nicht als klassischer Boost-Moment, sondern als Demonstration eines unkontrollierbaren Bösen, das jederzeit bereit ist, den eigenen Wirt zu opfern. Als Auftakt setzt der Arc damit den Ton für eine Welt, die eher Fleischwolf als Ausbildungscampus ist.

Cursed-Child-Arc aus Jujutsu Kaisen 0

Wie unterscheidet sich die Darstellung von Liebe im Prequel? Während My Hero Academia Bindungen häufig als inspirierende Kraft inszeniert, kippt Jujutsu Kaisen 0 das Motiv in psychologischen Horror. Aus einem Kindheitsversprechen wird eine Fluchbindung von katastrophalem Ausmaß.

Der Arc um Yuta Okkotsu wirkt deshalb so intensiv, weil er Trauer, Schock und Schuld nicht als Durchgangsstation nutzt, sondern als emotionalen Kern. Die Beziehung zu Rika ist gleichzeitig zärtlich und verstörend, und das macht die Auflösung der Geschichte für viele Fans nachhaltiger als klassische Heldenerweckungen.

Kyoto-Goodwill-Event-Arc

Warum ist dieses Turnier mehr als ein Turnier? Auf dem Papier erinnert das Setup an einen freundschaftlichen Schulwettkampf, wie ihn My Hero Academia mit seinem Sportfest perfektioniert hat. Jujutsu Kaisen unterläuft das allerdings, indem aus dem Wettbewerb eine tödliche politische Intrige wird.

Der Auftrag, Yuji Itadori zu töten, verwandelt Rivalität in Misstrauen und Überlebenskampf. Dazu kommt die Betonung des Systems: Techniken, Domänen-Erweiterungen und taktische Entscheidungen fühlen sich wie ein Puzzle an, das man lösen muss, statt wie ein reiner Kraftvergleich.

Perfect-Preparation-Arc

Welche Rolle spielt Clan-Politik für die Eskalation? Mit Maki Zenin zeigt Jujutsu Kaisen eine radikale, nahezu gnadenlose Antwort auf familiäre Gewalt und strukturelle Unterdrückung. Wo My Hero Academia bei Familiendrama eher auf Heilung und Annäherung setzt, wählt dieser Arc den Weg der konsequenten Vergeltung.

Makis Entwicklung wird nicht als strahlender Heldenmoment verpackt, sondern als bitterer Schnitt mit einem korrupten System. Gerade diese moralische Kälte ist es, die viele Zuschauer als mutiger empfinden, weil die Serie nicht darauf besteht, dass Gewalt automatisch durch heldische Ideale abgefedert wird.

Culling-Game-Arc

Wie hebt das Regelwerk den Arc von klassischen Kriegsbögen ab? Das Culling Game wird als taktisches Battle-Royale beschrieben, in dem ein komplexes Punkte- und Regel-System über Leben und Tod entscheidet. Im Vergleich zu vielen Quirk-Duellen wirkt das wie ein Labor für Strategen, in dem Kreativität und Timing oft wichtiger sind als rohe Stärke.

Entscheidend ist dabei die Unvorhersehbarkeit: Matchups kippen abrupt, Verletzungen bleiben nicht folgenlos, und einzelne Kämpfe werden zu logischen Gedankenspielen. Genau dieses Gefühl von permanenter Gefahr lässt den Arc für viele Fans härter und spannender wirken als typische Shonen-Endgame-Strukturen.

Hidden-Inventory-Arc

Warum gilt dieser Rückblick als besonders tragisch? Der Arc blickt auf die Jugend von Satoru Gojo und Suguru Geto und zeigt, wie langsam und schmerzhaft eine Überzeugung zerbricht. Getos Entwicklung vom Beschützer zum Extremisten wird nicht als plötzlicher Twist erzählt, sondern als Prozess, der sich emotional aufstaut.

Die zentrale Tragödie mit Riko Amanai steht dabei als Schockmoment, der die Konflikte der Serie überhaupt erst richtig entzündet. Im Vergleich wirken viele Origin-Stories aus dem Superheldenbereich deutlich sauberer, weil sie seltener so klar zeigen, dass selbst die Stärksten scheitern können.

Shinjuku-Showdown-Arc

Was macht das Duell Gojo gegen Sukuna so besonders? Hier wird der finale Clash als hochkonzentriertes Strategiespiel inszeniert, statt als Massenschlacht mit ständigem Perspektivwechsel. Kapitel für Kapitel werden Domänen-Erweiterung und Umgekehrte Fluchtechnik in ihrer Logik weitergetrieben, wie ein Schachmatch auf Götterniveau.

Die Wirkung entsteht auch aus der Konsequenz der Ereignisse: Entscheidungen verändern das Machtgefüge spürbar, ohne dass die Geschichte auf klassische Heldengesten setzt. Gerade diese Härte, kombiniert mit taktischer Präzision, wird im Vergleich zu konventionelleren Shonen-Klimaxen als großer Trumpf wahrgenommen.

Shibuya-Incident-Arc

Wieso gilt Shibuya als Maßstab für einen War-Arc? Shibuya wird als gnadenloser Absturz in die Anarchie beschrieben, der die Weltordnung innerhalb weniger Stunden dauerhaft verschiebt. Statt dass die Hauptfiguren von Plot-Rüstung gerettet werden, verlieren sie Verbündete, Stabilität und Kontrolle in atemberaubendem Tempo.

Die Stärke liegt in der Taktung: Eine Krise jagt die nächste, ohne Erholungspausen, und am Ende bleibt eine veränderte Realität zurück. Genau dieses Gefühl, dass die Serie bereit ist, ihr eigenes Fundament zu verbrennen, hebt Shibuya für viele Fans deutlich von vergleichbaren Kriegsbögen anderer Titel ab.

Wie seht ihr das: Sind diese acht Arcs wirklich das stärkste Argument dafür, dass Jujutsu Kaisen erzählerisch konsequenter ist als My Hero Academia, oder greift der Vergleich zu kurz? Schreibt eure Meinung gerne in die Kommentare.

Wo kann ich den Anime Jujutsu Kaisen in Deutschland schauen? Aktuell ist die Serie in Deutschland unter anderem bei Crunchyroll verfügbar; einzelne Staffeln und Filme können je nach Lizenzstand zudem bei Netflix oder Amazon Prime Video im Programm sein. Viel Spaß beim Streamen und bis zur nächsten Folge!

Jens A.

Ob epische Bosskämpfe oder epische Openings, Jens fühlt sich in beiden Welten zu Hause. Bei PlayCentral analysiert er Games mit der gleichen Hingabe, mit der er bei AnimeUp über Anime philosophiert (und heimlich OPs mitsingt). Von GTA bis Attack on Titan, von Pixelblut bis Powerlevel – Jens liebt Eskapismus in jeder Form. Wenn er nicht gerade zockt, binge-watched oder schreibt, diskutiert er vermutlich irgendwo im Netz, warum sein Lieblingscharakter der objektiv Beste ist. Spoilerfrei, versteht sich. Meistens.

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